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KI-Training bei Meta und LinkedIn
Der Umgang mit den eigenen Daten im Zeitalter von KI

Föllmi Spotlight 2026/01

Künstliche Intelligenz macht auch auf Social Media nicht halt: Während Meta seit 2025 seine KI-Dienste auf den Plattformen sichtbar ausrollt und dafür bereits Daten der User nutzt, zog LinkedIn nun im November 2025 nach. Für alle, die soziale Netzwerke geschäftlich oder privat verwenden ist spätestens jetzt ein guter Zeitpunkt, sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und über den Umgang mit den eigenen Daten zu entscheiden.

Meta AI: Der blaue Kreis und was dahintersteckt

Seit Frühling 2025 ist "Meta AI" sichtbar – erkennbar am blauen Kreis in Facebook Messenger, Instagram Direct und WhatsApp. Der Chatbot lässt sich nicht deaktivieren, nur ignorieren.

Damit die KI besser funktioniert nutzt Meta öffentliche Inhalte erwachsener Nutzer: Fotos, Reels, öffentliche Beiträge, Kommentare und Profilinformationen. Besonders kritisch ist dabei: Wurden Daten einmal für das KI-Training verwendet, können sie nicht mehr gelöscht oder zurückgeholt werden.

Der relevante Stichtag war der 27. Mai 2025. Wer bis dahin nicht widersprochen hat, muss davon ausgehen, dass Meta persönliche Daten verarbeitet hat. Ein Widerspruch ist aber weiterhin möglich – wirkt aber nur für zukünftige Daten.

Meta stellt hierfür Widerspruchsformulare bereit:
Das Formular bei Facebook
Das Formular bei Instagram
Das Formular für WhatsApp

LinkedIn und das KI-Training

Nun ist auch LinkedIn nachgezogen: Das Business-Netzwerk plant einen Chatbot, der beim Erstellen von Beiträgen Textvorschläge macht. Dafür soll die KI auf den plattformspezifischen Tonfall trainiert werden – und benötigt die entsprechenden Nutzerdaten.

Als Karriere-Netzwerk enthält LinkedIn besonders viele sensitive Daten zum jeweiligen Werdegang einer Person. Deswegen ist die Plattform bei Betrügern auch sehr beliebt.

Auch hier kann man mit einem sogenannten "Opt-out" der Nutzung der Daten durch KI widersprechen:

  • LinkedIn öffnen und das auf das eigene Profilbild (auf mobile) oder "Sie" (auf Desktop) klicken

  • "Datenschutz" öffnen

  • "Datenschutz" anwählen und in der ersten Gruppe "Daten zur Verbesserung generativer KI" anklicken

  • Schalter auf "Aus" stellen

Warum man sich mit KI-Training befassen sollte – egal, ob man die Fristen bereits verpasst hat

Viele denken "Die KI hat meine Daten jetzt sowieso verarbeitet, ich kann nichts mehr tun." Doch das stimmt nicht. Es gibt mehrere gute Gründe, sich trotzdem damit auseinanderzusetzen.

Ein später Widerspruch schützt die zukünftigen Daten

Auch wenn ältere Inhalte bereits verarbeitet wurden, verhindert ein Opt-out, dass neue Fotos, Posts oder Profilupdates ins Training landen.

KI-Modelle werden laufend trainiert

Das Training einer KI passiert normalerweise in Etappen und neue Daten wirken sich oft stärker aus als ältere – ein später Widerspruch kann also durchaus Einfluss haben.

Reduzierte Sichtbarkeit senkt das Risiko

Indem Sie alte Beiträge auf "privat" stellen, Ihre Profile bereinigen und sensible Informationen löschen erschweren Sie es der KI und Dritten, Ihre Daten weiterzuverarbeiten.

Plattformen ändern laufend ihre Regeln

Meta und LinkedIn bauen ihre KI-Funktionen stetig aus. Wer also informiert bleibt, kann frühzeitig auf neue Änderungen reagieren und Einstellungen rechtzeitig anpassen.


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