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Green IT: Nachhaltige IT, die im Alltag wirkt – und sich rechnet

Warum Green IT mehr ist als ein Schlagwort

Am 22. April ist Tag der Erde – ein guter Moment, um auch die digitale Seite unseres Alltags kritisch zu betrachten. IT ist aus Unternehmen und Privatleben nicht mehr wegzudenken. Sie hilft, Prozesse zu automatisieren, Reisen zu vermeiden und effizienter zu arbeiten. Gleichzeitig wächst jedoch der Energie‑ und Ressourcenverbrauch durch Endgeräte, Rechenzentren, Cloud‑Dienste und stetige Hardware‑Erneuerung.

Was bedeutet Green IT konkret?

Green IT beschreibt alle Massnahmen, die darauf abzielen, den ökologischen Fussabdruck von IT über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu reduzieren:

  • Beschaffung: Auswahl langlebiger, reparierbarer und energieeffizienter Hardware

  • Betrieb: Reduktion von Energieverbrauch, Leerlauf und Überdimensionierung

  • Nutzung: Effiziente Software-Konfiguration und verantwortungsvoller Umgang im Alltag

  • Ablösung & Entsorgung: Wiederverwendung, Refurbishing und fachgerechtes Recycling

Wichtig: Green IT wirkt dann am besten, wenn sie Teil der Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie wird.

Warum sich Green IT für Unternehmen lohnt

  1. Umweltbelastung reduzieren
    Der IT-Sektor verursacht 4 Prozent aller Emissionen – das ist gleich viel, wie die zivile Luftfahrt an sich zu verantworten hat. Schon kleine Verbesserungen im Betrieb wirken messbar.

  2. Kosten senken
    Weniger Energieverbrauch, längere Hardware-Nutzung und geringere Komplexität senken die Kosten.

  3. Planungssicherheit gewinnen
    Langlebige IT-Lösungen und klare Standards reduzieren Überraschungen bei Ersatz und Betrieb.

  4. Wettbewerbsfähigkeit stärken
    Effiziente, nachhaltige IT-Strukturen fördern Innovation.

  5. Verantwortung übernehmen
    Green IT zeigt Verantwortung im Alltag – nicht als öffentliches Marketingversprechen, sondern als gelebte Praxis.

Sofort umsetzbar: 5 Green IT-Massnahmen mit wenig Aufwand

Diese Massnahmen lassen sich ohne grosse Investitionen umsetzen – oft innerhalb weniger Tage:

Geräte konsequent ausschalten
Standby verbraucht weiterhin Strom. Abschaltbare Steckerleisten oder feste Abschaltzeiten helfen, Energie zu sparen – besonders ausserhalb der Arbeitszeiten.

Energiesparfunktionen aktiv nutzen
Automatisches Abdunkeln, Ruhezustand oder Abschalten bei Inaktivität senken den Energieverbrauch von Monitoren und Laptops deutlich.

IT bewusst nutzen und regelmässig aufräumen
Nicht genutzte Benutzerkonten, alte Tools, Testsyteme oder unnötige Abos kosten Energie, Übersicht und Sicherheit. Alles, was niemand aktiv nutzt, sollte überprüft oder entfernt werden.

Druckeinstellungen sinnvoll festlegen
Standardmässig doppelseitig und schwarz-weiss drucken spart Papier und Toner. Recyclingpapier reduziert zusätzlich den Ressourcenverbrauch.

Sparsam mit Daten umgehen
Jede E-Mail, jeder Anhang und jede Cloud-Ablage benötigt Energie. Sensibilisierung statt Kontrolle reicht oft aus, um den Datenverkehr deutlich zu reduzieren.

Nachhaltige IT mit Substanz

Neben den Quick Wins entfaltet Green IT ihre volle Wirkung durch durchdachte Weiterentwicklungen:

Hardware sinnvoll optimieren

  • Geräte länger nutzen statt vorschnell ersetzen.

  • Aufrüsten (RAM, SSD) statt neu kaufen

  • Refurbished-Geräte gezielt einsetzen

Software & Cloud verantwortungsvoll einsetzen

  • Nur Funktionen nutzen, die wirklich gebraucht werden

  • Ressourcen regelmässig überprüfen

  • Datenmengen und Speicherfristen kritisch hinterfragen

IT-Geräte korrekt weiterverwenden oder entsorgen

  • Wiederverwendung vor Neuanschaffung leben

  • Rückgabe der Geräte an zertifizierte Recycling-Partner

Rechenzentren bewusst wählen
Grüne Rechenzentren zeichnen sich nicht nur durch erneuerbare Energien aus, sondern auch durch effiziente Kühlung, gute Auslastung und transparente Kennzahlen.

Green IT ist Technik – und Haltung

Nachhaltige IT funktioniert nur, wenn auch die Menschen mitziehen. Transparente Kommunikation, realistische ZIele und ehrliche Beratung sind dabei wichtiger als grosse Versprechen.

Green IT ist kein Marketinginstrument. Sie ist eine praktische, wirtschaftlich sinnvolle Art, IT verantwortungsvoll zu betreiben.


Über die Autorin

Emilia Sommerau ist Leiterin Marketing bei Föllmi ICT AG und bringt über acht Jahre Erfahrung im Marketing mit. Mit ihrem Hintergrund in Kommunikationswissenschaften und Data Analysis sammelte sie vielfältige Erfahrungen in der Welt internationaler Brands, bis sie im April 2025 den Weg zur Föllmi gefunden hat.

Nach Feierabend ist sie entweder mit dem Buch auf der Couch, mit dem Controller in der Hand oder mit ihrem Partner auf der Laufbahn unterwegs.

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